• sl1

    Energie muss man ganzheitlich denken

  • Sl2

    „An Optionen ist gut, dass man sie hat“ (Gerhard Schröder)

  • SL3

    Ohne verlässliche Rahmenbedingungen keine Investitionen

  • SL4

    Die Naturgesetze entziehen sich der politischen Entscheidung

  • SL5

    Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben

  • SL6

    Dauerhafte Subventionen führen zur unternehmerischen Hirnerweichung

Aktuelle Kommentare

Schultz projekt consult nimmt Stellung zu KWG-Referentenentwurf

Die Kraft-Wärme-Kopplung leistet einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende im Strom - und Wärmesektor. Voraussetzungen dafür sind ernsthafte Ziele, Kontinuität der Förderung, zielgerichtete Anreize und der Abbau von Marktbarrieren für Energieeffizienzdienstleister. Die Energiewende wird ohne einen weiteren konsequenten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), nach Überzeugung der SPC, nicht gelingen. Wir erkennen an, dass gegenüber den ursprünglichen Eckpunkten zum KWK-G quasi als Substitut für die zurecht gescheiterte Klimaabgabe etliche Fortschritte erreicht werden konnten und sich im Referentenentwurf wiederspiegeln, die jedoch bei Weitem nicht ausreichten. Wir konzentrieren uns auf die Schwachstellen des Entwurfs. Download hier.

 

Zum griechischen Referendum: Für einen Europäischen Bundesstaat mit Zentralkompetenzen in der Struktur und Finanzpolitik

Man kann das Referendum bewerten wie man will. Aber eine lebendige Gesellschaft wie die griechische lässt sich nicht von europäischen Institutionen und dem IWF diktieren, wie sie leben soll, was angemessener Wohlstand ist, wie hoch Renten sein dürfen. Es ist falsch; die griechische Regierung, die gerade einmal fünf Monate im Amt ist, trägt nicht die Verantwortung für den Zustand der Wirtschaft, der Banken und der Staatsfinanzen. Die politischen Clans der Papandreou und Karamanlis haben Griechenland an die Wand gefahren, Korruption gepflegt, Versorgung der eigenen Klientel mit Jobs im Staatsapparat, haben Großkapitalisten, wie die Reeder von Steuerzahlungen befreit, und zugleich europäische Agrarmittel abgezockt, damit Wohlhabende mit Strohmannverträgen auf Bauernhöfen schöne Wohnhäuser bauen konnten. Die Verdienste von Papandreou d.Ä. bei der Überwindung der Militärdiktatur in den sechziger und siebziger Jahren sind unvergessen, ebenso wie die Verbindungen der Karamanlis zu derselben Diktatur. Eine Diktatur, die NATO-Mitglied war und von Deutschland unterstützt wurde. Nur aus heutiger Sicht ist dieses dynastische System über ein halbes Jahrhundert absolut pervertiert, Europa muss helfen. Die beste Hilfe wäre es, wenn die EU ein Bundesstaat würde, nationale Kompetenzen in zentralen Fragen abgebaut und eine gemeinsame Struktur- und Finanzpolitik möglich würde. Die Politik in Europa muss entscheiden und nicht das internationale Bankensystem. Die nächsten Tage werden für die Griechen hart. Aber das Abstimmungsergebnis hat unter dem Strich uns Europäern insgesamt einen großen Dienst erwiesen.

Es gibt Alternativen zu Baakes Klimabeitrag

Wenn es darum geht, die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen und bis 20120 weitere 22 Mio.to CO2 einzusparen, dann gäbe es viele Wege das zu erreichen. Entweder werden die Verschmutzungsrechte in Europa aufgekauft, die hierfür erforderlichen Kosten in Höhe von 100 Mio. Euro jährlich über alle Betriebe, die am Treibhausgashandel teilnehmen müssen, verteilt und die Zertifikate dann vernichtet. Dabei müsste die Industrie mitspielen. Oder aber Kraft-Wärme-Kopplung wird massiv ausgebaut. Würden die ursprünglichen KWK-Ziele erreicht, würden jährlich knapp 30 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Oder die Politik kümmert sich endlich um den Wärmemarkt und bezieht alle Bestandsgebäude in das Erneuerbare-Energie-Wärme-Gesetz ein und würde die Umstellung der Heizung bis 2020 massiv fördern und danach den Austausch alter Anlagen zur Pflicht machen, würden ebenfalls riesige CO2-Mengen eingespart. Würde die Bundesregierung Erdgas- und Biogas-Mobilität durch massiven Ausbau des Tankstellennetzes und die Verlängerung der Steuerbegünstigung für Erdgas als Kraftstoff eine echte Chance geben, würden bis 2020 mindestens 10 Mio. to CO2 zusätzlich eingespart.

Die Vorschläge von Staatssekretär Baake mit der Klimaabgabe für ältere Kraftwerke verschiebt die Kostenstruktur der Stromerzeugung so sehr zu Lasten der Braunkohle, dass 40 Prozent der Kraftwerksblöcke stillgelegt werden müssten. Das würde dem Klima aber auch nicht weiterhelfen, weil dann der billigste Strom aus Braunkohlekräftewerken und Atomkraftwerken der Nachbarländer importiert würde. Deswegen protestieren Gewerkschaften, Industrie und viele Landesregierungen zu recht

Trauerspiel im Wärmemarkt

Die Bundesregierung hat mit dem Nationen Programm Energieeffizienz ud den Klimaschutzplan erst vor wenigen Wochen ein großes Rad angeworfen, die EU- Effizienz- und Klimaschutzziele doch noch auf den letzten Drücker zu erreichen. In beiden ist vorgesehen, dass Effizienzinvestitionen im Bereich von Gebäuden, z.B. der Einbau einer deutlich besseren Heizungsanlage oder eines BHKW, steuerlich begünstigt werden sollten. Aber als es letzte Woche im bundeeskabinett konkret wurde, fand sich dafür keine Mehrheit. Zwar sollen die Marktanreizprogramme der KFW verstärkt werden, aber eine ´massenwirksame Effizienzinitiative wird damit nicht gezündet. Trauerspiel im Wärmemarkt.

Gabriels Absage an Kapazitätsmarkt ist richtig - KWK braucht noch Feinschliff

Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat einen der vielen Gordischen Knoten der Energiepolitik durchggeschlagen. In einem Interview mit dem Handelsblatt erteilte er einen sogenannten Kapazitätsmarkt eine klare Absage. Kraftwerke sollen nicht subventioloniert werden, nur damit sie weiterlaufen können, auch wenn sie kein Geld verdienen. Das fordern viele Kraftwerksbetreiber mit der Begründung, dass ohne Kapazitätsmarkt die Versorgungssicherheit angesichts der schnellen Zunahme an unzuverlässigen Wind- und sonnenstrom gefährdet sei. Gabriel setzt dagegen, dass unwirtschaftliche Kraftwerke stillgelegt werden sollten. Das würde die Knappheit erzeugen, die Geldverdienen mit konventioneller Stromerzeugung wieder möglich macht. Das stimmt.Allerdings werden die ersten Kraftwerke, die stillgelegt werden, Gaskraftwerke sein. Vielmehr sind sind etliche aus dem Verkehr gezogen worden, andere haben entsprechende Anträge bei der Bundesnetzagentur gestellt. Das geht zulasten von Flexibilität und verschiebt die  Treibhausgasbilanz der Stromerzeugung weiter in den Zuwachs anstatt in die Minderung. Wenn Gabriel allerdings davon spricht, dass Überkapazitäten in einer Marktwirtschaft abgebaut werden müssen, dann muss er auch sagen: Ein Teil der Überkapzitäten ist durch subventionierte Erneuerbare energien verursacht worden, gegen den Markt. Und diese Kapazitäten bleiben bis zum auslaufen der EEG-Förderung weiterhin geschützt. Das ist zwar politisch gewollt, hat aber mit Markt nicht viel zu tun.

Auffällig ist  der ständige Argumentationswechsel des Ministers, wenn es um Kraft-Wärme-Kopplung geht. Einerseits haben er und  seine SPD das Erreichen des Ziels, im Jahr 2020 25 Prozent der Stromerzueugung auf Basis von KWK durchzusetzen, immer hoch gehalten. Andererseits redet er im Handelsblatt davon, Betreiber von KWK-Anlagen nicht in Schwierigkeiten bringen zu wollen. Das heißt im Klartext: Bestands-KWK sollen länger gefördert werden als bisher. Heißt das gleichzeitig, dass es keinen oder einen weniger ehrgeizigen Ausbau dieser Effizienztechnologie geben soll? Nicht automatisch. Wenn der Gesetzgeber mehr als die bislang jährlich gedeckelten 750 Millionen Euro KWK-Förderung bereitstellt, sind Bestandsförderung und Aufwuchs miteinander vereinbar. Auch hier sollte Gabriel überlegen, was erwill: Die neue Welt mit fluktuierenden erneuerbaren Energien braucht einen Stabilisator, der verbrauchs- und lastnsah zur Verfügung steht und seine Einkünfte aus drei Leistungen bezieht: Der Wärmelieferung, der Grundlaststromversorgung und flexiblen Stromprodukten, darunter Regel-und ausgleichsenergien.Und um die eher negative THG-Entwicklung in den Griff zu bekommen, sollte Gabriel nerben der Reform des THG-Handels auf starke THG-Minderungskomponenten bedi der Förderung von Effizieztechniken, wie KWK ebenso setzen, wie grundsätzlich bei der Energiebesteuerung. Beides ginge auch aufkomensneutral.

News

Referentenentwurf zum KWK-G liegt vor

Morgen veröffentlicht das BMWi den Referentenentwurf zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Da ist noch viel Arbeit zu leisten, um zu einem Konzept der dezentralen und flexiblen Strom- und Wärmeversorgung zu kommen. Der Entwurf steht bei uns zum Download bereit.

Reinhard Schultz wieder stellvertretender Vorsitzender des INFA/ISFM e.V.

Die Mitgliederversammlung des Vereins INFA/ISFM (Institut für Abfall und Abwasser sowie für Site und Fassility Management) , ein Aninstitut der Fachhoch-schule Münster in Ahlen, hat den Geschäftsführer der Schultz projekt consult erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Vorsitzender ist Thomas Harten von der Handwerkskammer in Münster. Weitere Vorstandsmitglieder sind Dr. Eckjhard Göske von der IHK Nord Westfalen, Carsten Schröder von der Fachhochschule Münser sowie Petra Michalczak-Hülsmann, Geschäftsführerin der Geselldsschaft für Wirtschaftsförderung des Kreises Warendorf. Zum Geschäftsführer würde erneut Prof.Dr.Klaus Gellenbeck bestellt.

Das INFA/ISFM ist der gemeinnützihe Arm des Anionstituts und arbeitet eng mt der INFA/ISFM GmbH zusammen. Das Instutut hat sich im Laufe der letzten fast 25 Jahre zum dem Kompetenzzentrum in Sachchen Abfall- und Abwasserwirtschaft entwickelt. Reinhard Schultz ist seit der Gründung als Vorstandsmitglied dabei undseit 10 Jahren stellvertretender Vorsitzender. Der bisherige Votsitzende Wieland Pieper ist aus Altersgründe ausgschieden. Als wichtiger VBerater steht dem Institut nach wie vor Prof.Dr.Berhard Gallenkemper, der  frühere wissenschaftliche Leiter zur Seite.

Der Mitgliederversammlung schloss sich ein hochkarätiges Forum zum Thema "Getrenntsammeln von Abfällen" an.www.infa.de

Baden-Württemberg weitet Erneuerbare Energien im Wärmemarkt aus

Der Landtag von Baden-Württemberg hat die Novelle des Erneuerbaren Energien Wärmegesetzes beschlossen. Baden-Würtemberg ist bisalang das einzige Bundesland, dass den Spielrauim des Bundesgesetzgebers genutzt hat, den Ensatz von Erneuerbaren Energien auch im Gebäudebestand vorzuschreiben. Die Novelle steigert den Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieeinsatz für Raumwärme von 10 auf 15 Prozent. Neben Wohngebäuden wrden ab jetzt auch Gewerbebauten dieser Verpflichtung unterworfen. Das Gesetz ist technologieoffen. Das heißt, alle erneuerbaren Energien können eingesdetzt werden, von der Pellet-Heizung bis zur Biomethan-Beimiscvhung in der Brennwerttherme. Die Verpflichtung greift dann, wenn eine Heizungsanlage ausgetauscht wird. Durch Vorlage eines Sanierungsfasrplans für die energetiscvhe Gebäudesanierung können 5 Prozent der Verpflichtung angolten werdern, z.B. durch die Absicht, die Wärmedämmung zu verbessern. Durch einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung kann die Verpflichtung vollständig abgegolten werden. Ausnahme gelten, wenn die Umsetzung rechnisch nicht möglich ist oder Belange des Denkmalschutzes dem entgegenstehen. Im ergebnis werden die Gebäudeeigentümer reher auf den günstigeren einsatz erneuerbarer wärme setzen, als auf kostspielige Dämmmaßnahmen. Für die Klimabilanz ist beides gleichwertig. Unter dem Gesichtspunkt der Kosteneffizienz wird letztlich der Geldbeutel entscheiden.

Gesetzentwurf

SPC schlägt Eckpunkte für Biomassestrategie NRW vor

Die energetische Nutzung von Biomasse ist in NRW im Ländervergleich eher unterentwickelt. Das EEG 2014 hat überdies dazu beigetragen, dass es nur wenige Neuanlagen geben wird. Dies gilt insbesondere für die Erzeugung und Nutzung von Biogas bzw. Biomethan. Das Flächenland NRW muss daran interessiert sein, Biomasse nachhaltig zu nutzen. Zugleich sollten Biomasseanlagen, die nicht effizient und/oder wirtschaftlich laufen, schnell optimiert werden. Vor diesem Hintergrund ist eine Weiterentwicklung der Biomassestrategie des Landes erforderlich.

Eine weiterentwickelte Biomassestrategie soll Nutzungskonkurrenzen und landwirtschaftliche Monokulturen vermeiden. Sie soll im Gegenteil dazu beitragen, dass nährstoffüberlastete Teilregionen durch Nährstoffmanagement entlastet werden. Die Vor-Ort-Verstromung in landwirtschaftlichen Biogasanlagen schöpft häufig die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung mangels eines tragfähigen Wärmekonzepts nicht aus. Ältere Anlagen haben zudem Probleme mit der THG-Bilanz wegen Methanschlupf, die gelöst werden müssen. Landwirtschaftliche Reststoffe und bioorganische Abfälle müssen stärker als Rohstoff für die Biogaserzeugung genutzt werden. Die Anlagen der Zukunft versorgen entweder direkt ganze Ortschaften oder Ortsteile, oder aber die speisen das zu Biomethan aufbereitete Biogas in das Erdgasnetz ein. Die stark auf Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ausgerichtete Energiepolitik des Landes NRW kann zu einer noch besseren THG-Bilanz kommen, wenn  in die KWK-Förderung eine stärke brennstoff- und technologieunabhängige Klimaschutzkomponente einbezogen wird. Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung soll die Biomassestrategie des Landes NRW überarbeitet werden.

EU konkretisiert Maßnahmen für Energieunion

Die Europäische Kommission hat ihr Ziel, einen einheitlichen Energie-Wirtschaftsraum zu schaffen, der Versorgungssicherheit garantiert, Wettbewerbshemmnisse abbaut, Förderregime vereinheitlicht und die technologische Führerschaft der EU ausbaut, in einem Maßnahmenpaket mit 15 Punkten konkretisiert. Dabei sollen die Risiken der Gasversorgung diversifiziert werden  - mehr Importquellen, Ausbau des LNG-Segments, Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe auch im Hinblick auf Speicher. Zwischenstaatliche Abkommen sollen durchweg EU-kompatibel werden. Die Energieinfrastruktur als Voraussetzung für die Vollendung des Binnenmarktes und die Integration der Erneuerbaren Energien soll ausgebaut werden, auch mit Hilfe europäischer Fonds, die privates Kapital mobilisieren helfen. Dazu gehört auch noch im Jahr 2015 ein Konzept für einen neuen europäischen Strommarkt, parallel zu den im Weißbuch des Bundeswirtschaftministers niederzulegenden Vorstellungen. Die Energiepreise- und -kosten sollen transparenter werden, die Beseitigung von Fördermechanismen, die Strompreise unter Einstandskosten drücken, ist beabsichtigt. Alle Energieeffizienzprogramme stehen auf dem Prüfstand, um die gesetzten Ziele für 2030 doch noch erreichen zu können. Das gilt besonders auch für den Gebäudebestand. Auch der Mobilitätssektor soll an den Kritieren Effizienz und Klimaschutz ausgerichtet werden. Für 2016-2017 ist ein neues Paket für erneuerbare Energien, besonders auch für nachhaltige Biomasse und Biokraftstoffe vorgesehen. Eine Forschungs- und Innovationsstrategie soll der EU ihre weltweite technologische Führerschaft in Sachen Energieefizienz und Klimaschutz erhalten und ausbauen. In der Klimadiplomatie sollen neue partnerschaftliche Ansätze entwickelt werden, auf dem Gebiet Effizienz, Klimaschutz und Zugang zu Energieressourcen.

Die 15 Punkte für eine Energieunion finden sie hier

Reinhard Schultz, Inhaber

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